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Wie füttere ich Fleisch und Knochen?

Alle Bestandteile eines Beutetieres, das ja in der Barf-Ernährung "nachgebaut" werden soll, bilden die Grundlage dieser Ernährung. Dazu gehören Fleisch, Knochen, Knorpel, Innereien und Fette. Diese Bestandteile des Beutetieres liefern dem Hund Eiweiße, Fett, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Die Hälfte des Anteils des tierischen Futters macht Fleisch aus. Dabei sollte dies nicht nur mageres Fleisch sein, sondern Fleisch mit einem Fettanteil von 15-25%. Fett ist bei der Ernährung mit rohem Futter der Hauptenergielieferant und daher unumgänglich.

Geraten wird eine Abwechslung zwischen zwei bis drei Fleischsorten, füttern können Sie dabei eigentlich jede Art von Fleisch, sowohl Muskelfleisch, Zunge usw. als auch von nahezu jedem Tier: Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Wild, Strauss, Pute, Huhn, Ente, Gans, Kaninchen oder Schwein. Schweinefleisch sollten Sie allerdings gut abkochen, da es vor einigen Jahren mit dem Aujetskivirus infiziert war, der für Hunde tödlich ist. Dieser wird beim Verzehr von rohem Schweinefleisch übertragen, allerdings wird Deutschland seit 2003 offiziell als Aujetzkifrei bezeichnet.

Weitere 15% des Gesamtfleischanteils machen die Innereien aus. Dazu gehören Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz. Diese Innereien können Sie von den gleichen Tieren beziehen wie das Fleisch. Die wöchentliche Innereien-Portion sollten Sie nicht in einer Mahlzeit füttern, denn große Mengen Innereien auf einmal verursachen Durchfall.

Der nächste Punkt der tierischen Erzeugnisse sind Pansen und Blättermagen. Diese sollen 15-20% des tierischen Anteils ausmachen. Dabei ist positiv zu bemerken, dass Pansen ein ideales Ca:P (Calcium : Phosphor) Verhältnis und einen guten Fettgehalt hat, während es Vitamine, Spurenelemente und verdauungshelfende Bakterien liefert. Weiterhin pflegt es die Zähne und das Zahnfleisch, weil es eine zähe und stabile Konsistenz hat und der Hund somit kräftig kauen muss.

Als letzter Bestandteil der tierischen Erzeugnisse kommen Knochen und Knorpel hinzu. Knochen liefern den größten Teil Calcium für das Tier und dabei sollen blanke Knochen 5% der Gesamtration ausmachen. Wenn sie Knochen mit Fleisch daran füttern, mit ordentlich Fleisch, dann soll dies 10% der Gesamtration ausmachen. Wenn man ganze Tierkörper füttert kann man problemlos alle Knochen mit füttern. Man sollte aber darauf achten, dass an den Knochen Fleisch ist, das den Magen schützt. Röhrenknochen sollte man bei Huhn, Pute oder Schlachtabfällen meiden. Zu Beginn sollte man nur sehr weiche Knochen füttern und beobachten, wie der Hund damit umgeht. Wenn der Hund schlingt, sollten Sie ihm große Knochen geben, damit er lernt zu kauen.

Füttern Sie niemals große Mengen von Knochen auf einmal, da sonst das Risiko von Verstopfungen steigt. Und wenn Sie sich bei der Fütterung von Knochen nicht wohl fühlen, dann lassen Sie es und sorgen Sie für ausreichend Calcium durch Nahrungsergänzungen oder gemahlene Knochen etc.

Sie sollten dabei darauf achten, dass gekochte Hühnerknochen für Hunde sehr gefährlich sind, da sie hart und trocken sind. Es entstehen scharfe Splitter die den Hund verletzen können. Auch sollten die Knochen nicht von sehr alten Hühnern sein und an rohen Hühnerknochen sollte noch genug Fleisch sein.